An warmen Tagen bildet sich vor dem Laden der Schigulewski-Brauerei an der Wolga eine Schlange: Man wartet auf Bier aus dem neuesten Sud, das sich nur ein paar Tage hält. Jahrzehntelang bedeutete Anfang Juli auch das Gruschin-Festival, bei dem Barden-Lieder von einer schwimmenden Bühne in Gitarrenform über die Seen vor der Stadt zogen.
Hinter der Uferpromenade bewahrt das alte Samara Kaufmannsvillen und Holzhäuser rund um die Fußgängerzone Leningradskaja-Straße, und am Raumfahrtmuseum steht eine echte Sojus-Rakete aufrecht. Die Sommer sind heiß und wie gemacht für die Sandstrände der Stadt, im Winter kommen tiefe Kälte und Schnee. Ein Local Friend kann Türen öffnen, an die man selbst nie geklopft hätte, etwa zu einem stillen Innenhof in der Altstadt.



