Jeden September strömen Tausende Läufer zum Halbmarathon durch das Zentrum von Minsk, und die breiten Avenuen wirken wie für ein Fest gebaut. Zwischen den Rennen gibt es kleinere Rituale, etwa einen Kaffee unter den Ziegeldächern der Troizkaja Pridmestje, einen Abendspaziergang an der Switsloch und einen Teller Draniki mit saurer Sahne.
Weiter draußen ragt die Nationalbibliothek wie ein riesiger gläserner Diamant auf, mit einer Aussichtsplattform auf dem Dach, und an warmen Wochenenden zieht es die Einheimischen an die Strände des Minsker Meeres. Die Sommer sind mild und grün, die Winter kalt, schneereich und oft neblig. Ein Local Friend öffnet Türen, an die man selbst nie geklopft hätte, vom stillen Hofcafé bis zum Lieblingsplatz am Flussufer.

