Zuerst hört man das gleichmäßige Kratzen einer Kelle in einer breiten Pfanne, in der Milch, Ghee und Zucker stundenlang gerührt werden, bis daraus Kunda wird, die karamellbraune Süßigkeit, der die Stadt ihren Beinamen Kunda Nagari verdankt. Im Fort mit seinem Wassergraben wird es still bei Kamal Basti, einem Jain-Tempel, dessen Decke sich wie ein gemeißelter Steinlotus öffnet.
Jenseits des Forts bewahren die baumgesäumten Straßen von Camp ihre alten Kirchen, und im Spätsommer füllen Ganesh-Pandals die Gassen. Hoch an den Westghats bleibt das Klima der Stadt recht mild, mit starkem Monsunregen von Juni bis September und kühlen Winternächten. Ein Local Friend öffnet Türen, an die man selbst nie geklopft hätte, vom Süßwarenstand einer Familie bis zum stillen Innenhof.






